Der Prophet
Die Schweiz ist grün und rot. Politisch. Zumindest grün. Rot sind wir ja alle irgendwie. Bei grün meine ich die Grüne Partei und nicht die SVP. Die haben zwar auch ein grünes Logo sind aber nicht grün. Vielleicht vor Neid nach der letzten Wahlklatsche. Nicht aber ökologisch gesehen. Man denke an den Versand der Albisgüetlirede. Arme Bäume die dafür gestorben sind. Dann doch lieber gleich Klopapier. Aber für was steht denn das Grün der SVP? Für eine liberalere Hanfpolitik? Für die Hoffnung auf eine Rückkehr zu Einbürgerungen durch anonyme Abstimmungen der Stammtischeidgenossen? Oder für ein Bindeglied zwischen dem Vatikan und Mekka? Die haben ja beide grün zu ihrer heiligen Farbe auserkoren. Und beide wollen keine Frauen als Priester. Und beide wollen keine Kondome. Auch keine grünen. Und doch finden Sie nicht zueinander. Mohammed soll ja ausschliesslich grüne Kleidung getragen habe. Das belegen Bilder von ihm. Bilder die es ja nicht gibt. Geben sollte. Ja und die katholischen Würdeträger waren auch schon immer grün. Sogar der Samichlaus, war ja auch Bischof, war grün bevor er anfing CocaCola zu trinken. Etwas Koffein könnten die Grünen allerdings auch gut gebrauchen. Die sehen ja zum Teil aus. Wie ungeschminkte SP-Parteigänger. Und die von der SP selbst sehen ja schon aus wie die Besitzer von Reformhäuschen. Also nicht alle. Manche sehen auch aus wie Christbäume die sich in einem Flohmarkt gewälzt haben. Punkt ist es gibt viel zu wenig attraktive Politiker. Ich bin überzeugt wir würden uns alle mehr um unsere demokratischen Institutionen kümmern wenn es da auch was zu sehen gäbe. Die Frau Metzler war ja schon mal ein Anfang. So ein Ansatz von Britney Spears vor dem Baby. Oder der Toni Brunner. Der kommt ja ziemlich gut an. Zumindest bei den Viehschauen. Obwohl ihm da der Renzo inzwischen schon arg zu schaffen macht. Hat aber so oder so Steigerungspotenzial das Ganze. Man stelle sich mal den Ueli Maurer mit einem Aussehen eines George Clooney vor. Gut ist schwierig aber wir versuchen es. Der George Maurer dann nach jeder Arena so lässig: Guet Nacht und Hopp Schwiiz! Das wäre dann. Ja auf jedenfalls mal was anderes. Aber ich war bei grün und rot. Sind Komplementärfarben. Also ergänzende Farben. Während rot den Status Quo von Beamten und Lehrern schützt tut dies grün mit, ja mit allem grünen halt. So ein richtiges Programm haben die nicht. Ausser als einzig wahre Alternative zu gelten. Für Alternative. Ich habe ja den Verdacht, dass die Frau Brunner die Parteidokumente der SP gestohlen hat und dann einfach die Schlagwörter ausgetauscht hat. Engagiert für ein soziales Umfeld für Kinder wird dann zu engagiert für ein ökologisches Umfeld für Frösche. Zum Beispiel. Hab jetzt Frösche genommen weil das ist ja so was wie ein weisser Schimmel. Ist ja grün der Frosch. Jetzt stellt sich natürlich die Frage was macht denn die Grüne Partei nun aus Ihrem Machtgewinn? Fordert sie einen eigenen Bundesrat? Muss General Couchepin das Schlachtfeld verlassen? Oder fordern sie eine grüne Schweizerflagge? Ist nicht einfach. Ich bin für ein Joint Venture zwischen grün und rot. Rot könnte der Faden einer gemeinsamen Politik sein. Nicht ganz so Brot für alle aber dafür mit grünen Dornen.

2 Comments:
zehn gute Gründe die Grünen zu wählen:
1. Grün ist die Farbe der Hoffnung und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
2. grün wählen ist kosteneffizient. Auf den greenpeacejahresbeitrag und die Amnesty Internationalkerze kann man danach mit gutem Gewissen verzichten.
3. die Grünen haben eine Präsidentin, die sich weder von der Mode, der Kosmetik oder den vielen Möglichkeiten in Sachen plastischer Chirurgie beeindrucken lässt. Dazu schmilzt man bei ihrem charmanten Lächeln immer wieder aufs Neue.
4. Mal ehrlich, wer ist nicht gegen Waldsterben, soziale Unegerechtigkeit, Abzockermanager, Feinstaub, Stau, Genmanipulierter Killermais und Hunger. Voilà grün wählen macht Sinn!
5. Das letzte Mal habe ich SVP gewählt und es hat sich nichts geändert. Jetzt gebe ich den Grünen mal eine Chance. Man muss schliesslich Zeichen setzen.
6. Die Grünen sind frisch und frech, keck und rassig.
7. Was hat uns die ganze Technologie und Wirtschaft ausser Wohlstand, längerer Lebenserwartung, besserer Bildung, mehr Freizeit, je gebracht? sind wir glücklicher geworden? Nein!! Schaut euch mal die Selbstmordrate an in der Schweiz und die vielen Gewaltfilme am Fernsehen. Jetzt wirds Zeit für Back to the Roots!
8. Der Einfall der Grünen mit einem staatlichen Baumpflanzprogramm Vollbeschäftigung zu erreichen und damit logischerweise die Wirtschaft anzukurbeln ist schlichtwegs genial. Solche Ideen braucht die Schweiz um aus dem Wirtschaftstief heraus zu kommen.
9. Hier noch eine weitere tolle Idee, welche von den Grünen stammt (oder sicher gerne von ihnen stammen würde): Max Havelaar Kaffee. Néstlé und alle anderen fiesen gewinnmaximierenden Unternehmen haben bis jetzt keine Fair trade Produkte eingeführt! (Dass falls Néstlé Max Havelaarkaffee führen würde die garantierten Abnahmepreise von Max Havelaar immer noch mehr Bauern dazu ermutigen würde Kaffee an zu bauen, was die Menge steigern und somit den Weltmarktpreis drücken und somit das Elend noch vergrössern würde, hat sich glaube ich noch niemand so richtig überlegt. Hauptsache eine gute Sache)
10. Neun waren schon schwierig genug
genossinen und genossen, wassersparerinnen, tierliebhaber und wiederverwerterinnen: müssen wir uns so einen ausbruch an blauäugigkeit und intoleranz gegenüber den problemen der heutigen konsum- und ich-gesellschaft gefallen lassen? nein. vielmehr ist es unsere pflicht, einmal mehr die rolle der aufklärenden und augenöffner und -innen: befreit euch von einklemmenden bh's (wer noch einen tragen sollte), stoppt kleinigkeiten wie das rasieren unter den achseln und konzentriert euch auf die wirklich grossen probleme dieser zeit: streicht dem ospel seine 12 mio chf jahressalär, beschlagtnahmt sie für die bundeskasse verteilt sie an die unteren 7 mio schweizer. auf gehts, little john!
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