Hellebarden&Morgenstern
Wahlen in den USA, der neue Sacha Baron Cohen Film, die Kohäsionsmilliarde, Michel Hunzikers neuer Video Clip.. – ja da fällt es einem jeden unregelmässigen Blogschreiberling schwer sich für ein Thema zu entscheiden. Weil über den Borat bereits genug geschrieben wurde, zu recht - ein toller Film, und mir die Zuckerstangen ausgegangen sind um meinen usbekischen Halbbruder Peja als Gastautor zu gewinnen, wird der heutige Beitrag für einen persönlichen Kleinkrieg missbraucht. Krieg liegt ja zurzeit sehr im Trend und wir Schweizer sind auch bestens dafür gerüstet. Nicht nur, dass wir die wohl effektivsten und funktionalsten Streubomben der Welt besitzen (absolut keine Blindgänger gemäss VBS) sondern auch weil wir alle unsere Dienstwaffen Zuhause griffbereit haben. Der Bundesrat hat diese Woche entschieden, dass dies auch nach Dienstende so bestehen bleibt. Obwohl ganz so einfach wird es nicht mehr, man geht ja schliesslich mit der Zeit. Neu muss nun ein Formular unterzeichnet werden welches besagt, dass der Unterzeichnende weder vorbestraft ist noch die Waffe für böse Taten benützen wird. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die gemachten Angaben eventuell auch auf ihre Korrektheit hin überprüft werden könnten. Landen also nicht einfach in einem dunklen Bundesarchiv, die Formulare. Sie denken jetzt sicher dass dies ein schlechter Witz ist, dass dies ja überhaupt nichts an der heutigen Situation ändert. Ha! Da liegen sie jetzt aber ganz falsch. Der Bundesrat hat in seiner kollegialen Weisheit ebenso entschieden, dass in den letzten Dienstjahren zusätzliche Schiessübungen absolviert werden müssen. Die Waffe soll schliesslich auch perfekt bedient werden können wenn sie schon bis zum Lebensende unter dem Bett aufbewahrt wird. Macht Sinn. Wäre ja auch blöd wenn man da so auf seine Mitbürger schiesst und das Visier falsch eingestellt ist oder man nicht weiss wie eine allfällige Ladehemmung behoben werden kann. Würde auch ein schlechtes Licht auf die Qualität der Armee werfen, etwas was der Sämi im Moment grad gar nicht gebrauchen kann.
So, jetzt bin ich aber ein wenig vom Thema abgekommen. Ich war ja bei meiner persönlichen Intifada, hat zwar auch mit Waffen zu tun geht aber zuerst um eine Person. Herausgeber der lustigen Zeitung „Schweizerzeit“, Nationalrat der SVP, Mitglied bei der ANUS (oder AUNS?), rote Haare, braune Zähne, beleidigende Kleidung und Charakter, Deutschlehrer und Vater:

Dr. Ulrich Schlüer (man beachte die Krawatte). Herr Schlüer ist ja politisch sehr aktiv. Kaum eine parlamentarische Sitzung in der er keine Motion einbringt. Hier ein kurzer Auszug seiner bisherigen Forderungen:
- Schweizer Pass nur gegen Loyalitätserklärung zur Bundesverfassung
- Schluss mit Verbrechensplanung von Gefängnis-Insassen
- Obligatorische Schweizer Fahrprüfung für Ausländer aus Ex-Jugoslawien
In Planung ist neu auch eine Combo-Volksinitiative welche den Bau von Minaretten, islamgerechte Bestattungswünsche, das Tragen von Kopftüchern etc. verbieten soll. Dass diese Initiative nicht mit unserem Rechtssystem vereinbar ist wird ignoriert. Aber zurück zu den Armeewaffen. Herr Schlüer hat auch hier viel zu sagen. Geht natürlich nicht dass dem wehrhaften Schweizer untersagt wird sein Sturmgewehr mit nach Hause zu nehmen und/oder es nach Dienstende zu behalten, sind ja keine Kriminellen. Gemäss seiner bestechenden Kombinationsgabe müsste man dann ebenso sämtliche Motorfahrzeuge verbieten da ja auch diese Verletzte und Tote generieren. In einem geistigen Höhenluftanfall argumentiert der Herr Doktor, dass es ja nicht die Waffe ist die handelt sondern der sie bedienende Mensch. Interessante These, geht aber noch weiter: Wenn keine Schusswaffe zur Stelle ist würde halt eine Stichwaffe, das häufigste Mord- und Totschlaginstrument in der Schweiz, benützt womit die Sache dann möglicherweise noch blutiger endet. Ist definitiv effektiver so ein Sturmgewehr.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, die Gelegenheit geben sich selber aktiv in diesen Blog einzubringen. Herr Schlüer ist ja ein Mann des Volkes und so gibt er über seine Homepage einem jeden Schweizer Bürger (Kopie des CH-Passes sollte beigelegt werden) die Möglichkeit ihm Fragen zu stellen. Ein tolles Angebot das auch genutzt werden sollte, finde ich. Deshalb hier mein Aufruf: Überlegt Euch eine Frage für den Schlüer und legt sie unter Comments ab. Die originellste werde ich ihm dann unterbreiten. Eine eventuelle Antwort wird selbstverständlich hier veröffentlicht. Ich bin gespannt, der Ulrich sicher auch. Hopp Schwiiz!
Weiterführende Literatur: www.schluer.ch (http://www.schluer.ch/aktuell/060512waffenrecht.htm) / www.schweizerzeit.ch / http://www.lismal.ch/text/show_6.htm
So, jetzt bin ich aber ein wenig vom Thema abgekommen. Ich war ja bei meiner persönlichen Intifada, hat zwar auch mit Waffen zu tun geht aber zuerst um eine Person. Herausgeber der lustigen Zeitung „Schweizerzeit“, Nationalrat der SVP, Mitglied bei der ANUS (oder AUNS?), rote Haare, braune Zähne, beleidigende Kleidung und Charakter, Deutschlehrer und Vater:

Dr. Ulrich Schlüer (man beachte die Krawatte). Herr Schlüer ist ja politisch sehr aktiv. Kaum eine parlamentarische Sitzung in der er keine Motion einbringt. Hier ein kurzer Auszug seiner bisherigen Forderungen:
- Schweizer Pass nur gegen Loyalitätserklärung zur Bundesverfassung
- Schluss mit Verbrechensplanung von Gefängnis-Insassen
- Obligatorische Schweizer Fahrprüfung für Ausländer aus Ex-Jugoslawien
In Planung ist neu auch eine Combo-Volksinitiative welche den Bau von Minaretten, islamgerechte Bestattungswünsche, das Tragen von Kopftüchern etc. verbieten soll. Dass diese Initiative nicht mit unserem Rechtssystem vereinbar ist wird ignoriert. Aber zurück zu den Armeewaffen. Herr Schlüer hat auch hier viel zu sagen. Geht natürlich nicht dass dem wehrhaften Schweizer untersagt wird sein Sturmgewehr mit nach Hause zu nehmen und/oder es nach Dienstende zu behalten, sind ja keine Kriminellen. Gemäss seiner bestechenden Kombinationsgabe müsste man dann ebenso sämtliche Motorfahrzeuge verbieten da ja auch diese Verletzte und Tote generieren. In einem geistigen Höhenluftanfall argumentiert der Herr Doktor, dass es ja nicht die Waffe ist die handelt sondern der sie bedienende Mensch. Interessante These, geht aber noch weiter: Wenn keine Schusswaffe zur Stelle ist würde halt eine Stichwaffe, das häufigste Mord- und Totschlaginstrument in der Schweiz, benützt womit die Sache dann möglicherweise noch blutiger endet. Ist definitiv effektiver so ein Sturmgewehr.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, die Gelegenheit geben sich selber aktiv in diesen Blog einzubringen. Herr Schlüer ist ja ein Mann des Volkes und so gibt er über seine Homepage einem jeden Schweizer Bürger (Kopie des CH-Passes sollte beigelegt werden) die Möglichkeit ihm Fragen zu stellen. Ein tolles Angebot das auch genutzt werden sollte, finde ich. Deshalb hier mein Aufruf: Überlegt Euch eine Frage für den Schlüer und legt sie unter Comments ab. Die originellste werde ich ihm dann unterbreiten. Eine eventuelle Antwort wird selbstverständlich hier veröffentlicht. Ich bin gespannt, der Ulrich sicher auch. Hopp Schwiiz!
Weiterführende Literatur: www.schluer.ch (http://www.schluer.ch/aktuell/060512waffenrecht.htm) / www.schweizerzeit.ch / http://www.lismal.ch/text/show_6.htm

3 Comments:
Die Lismal.ch Seite ist genial - musst aufpassen dass du Deine Leserschaft nicht verlierst Nick! Ein fast genauso lustiger Link, wenngleich mit trauriger Note, hier:
http://www.lukas-reimann.ch/lukas/
Meine Frage an Ulle: Was gibt Ihnen die Kraft den täglichen Kampf gegen die drohende Ausländerinvasion sowie die zentralistische EU mit einer solchen Motivation voranzutreiben?
a) Gott b) Allah c) Ihr Spiegelbild
jaaa! das gefällt mir! endlich mal ein mann der uns frauen unterstützt! ein richtiger frauenversteher so zu sagen! für alle die jetzt verwirrt den kopf schütteln: das grösste frauenheftli der schweiz, die annabelle, hat den kampf gegen die sturmgewehre eröffnet. wieder mal waren es die unerschrockenen pionierinnen die sich mutig in den kampf stürzten die schweiz vor sich und seinen lächerlichen traditionen zu schützen. obwohl, wenn ich mir unser feindbild genauer ansehe, könnte einem schon etwas mulmig werden.
mir fällt gerade keine frage für ueli ein, solche leute schaffen eine fassungslose leere in meinem kopf.
hätte aber eine idee für eine umfrage:
was möchten herr und frau schweizer lieber verbieten:
a)das tragen von kopftüchern b)krawatten wie z.B. die von ulle
ich glaube ich wage eine prognose....
Wo sind die Helden von heute wenn man sie braucht? Keine Beiträge seit 3 Jahren - oder arbeitest Du an einem Buch? ;-)
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